Flexklassen -
flexible Schuleingangsphase

Seit 1997 wird die flexible Schuleingangsphase, kurz Flex genannt, in Deutschland umgesetzt. Flex bedeutet, dass Kinder der ersten und zweiten Klasse jahrgangsübergreifend unterrichtet werden. Innerhalb der Flexklassen werden die Kompetenzen beider Jahrgänge vermittelt und Kinder individuell gefördert.

Dazu verwenden die Klassenleitungen anerkannte Lehrwerke der Grundschulklassen 1 und 2, welche durch Unterrichtsmaterialien ergänzt, individualisiertes Lernen ermöglichen. Die Kinder können in ihrem eigenen Tempo und entsprechend ihrer eigenen Fähigkeiten arbeiten, sind aber trotzdem im Klassenverband integriert. Das ermöglicht ein schnelleres oder langsameres Lernen ohne den Verlust der sozialen Kontakte. Durch die flexible Schuleingangsphase wird der immer größer werdende Unterschied im Vorwissen der Grundschulkinder ausgeglichen und somit Unter- oder Überforderung verhindert. Je nach individuellem Lernzeitbedarf verweilen die Schülerinnen und Schüler zwischen einem und drei Jahren, in der Regel aber zwei Jahre in ihrer Flexklasse.