Realschule: der Mittlere Schulabschluss

An der Realschule vermittelte Lerninhalte ähneln in weiten Teilen denen der Sekundarstufe I (Klasse 6 bis 10) des Gymnasiums. Die Realschule zielt auf eine theoretische Allgemeinbildung, jedoch werden bestimmte Stoffbereiche vergleichsweise weniger vertieft. Der wesentliche Unterschied zwischen den Schulformen Realschule und Gymnasium besteht in der Unterrichtsmethodik.

Die Lerninhalte werden stärker aufbereitet und intensivere Übungsphasen geben mehr Zeit für die Festigung des Gelernten. In den Klassen 6 und 8 findet der Realschulunterricht im Klassenverband der Gymnasialklassen statt. Dabei werden die Schülerinnen und Schüler innerhalb der Klasse entsprechend den Leistungsstandards für Realschulen unterrichtet und bewertet. Realschüler, die nicht Französisch als zweite Fremdsprache wählen, erhalten bereits ab Klasse 6 parallel zum Fremdsprachenkurs Unterricht in den Fächern Technisches Werken sowie Wirtschaft-Informatik-Technik (Klasse 7 bis 10). Ab Klasse 9 werden Realschüler in den Fächern Deutsch und Mathematik in eigenen Gruppen unterrichtet und auf die Abschlussprüfung vorbereitet.

Abschluss und Anschluss 

Mit dem Realschulabschluss oder Mittleren Bildungsabschluss kann eine berufliche Ausbildung aufgenommen oder in die gymnasiale Oberstufe gewechselt werden. Um das Abitur zu machen, ist in den Pflichtfächern, besonders in Deutsch, Mathematik und Englisch mindestens die Abschlussnote 3 auf dem Realschulzeugnis vorzuweisen. Auch Realschüler, die in den Klassen 6 bis 10 keine 2. Fremdsprache belegt haben, können mit einem erweiterten Realschulabschluss in die gymnasiale Oberstufe wechseln. Sie müssen dann eine neue Fremdsprache beginnen, die sie die gesamten drei Jahre der Oberstufe belegen. An der Deutschen Schule ist diese neu aufgenommene Fremdsprache in der Oberstufe Chinesisch, in Deutschland meistens Französisch, Latein oder Spanisch.

Fachoberschule 

Die Deutsche Shanghai Hongqiao bietet mit der Fachoberschule in der Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung (FOS) Jugendlichen die Möglichkeit, nach dem mittleren Bildungsabschluss in zwei weiteren Schuljahren die Allgemeine Fachhochschulreife zu erlangen. Die Ausbildung verknüpft berufliche Praxis mit dem Erlernen fachtheoretischer Unterrichtsinhalte.